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Der Blauburgunder

Der Blauburgunder auch Pinot Noir genannt, hat noch viele weitere Namen seit seiner Erstehung erhalten. Je nach Region wird er auch Spätburgunder, Pinot Nero oder auch Klefner genannt.

Bei uns im Rebberg produzieren wir 1.6 ha Blauburgunder dies sind rund 6'500 Stöcke, die teilweise bereits schon 35 jährig sind und dank unserer hervorragender Pflege keine Alterschwäche zeigen. Der Blauburgunder ist eine vielfälltige Traubensorte, welche zu Weissweinen, Rosé und verschiedenen Rotweinen weiterverarbeitet werden kann. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Irgendwann versucht sich jeder gute Kellermeister am Pinot Noir, sagt man.

Die Sorte verlangt je nach Lage eine Ertragsbeschränkung auf rund 700 – 800g je Quadratmeter Standraum. Dies entspricht einem halben Liter bis einer Flasche Wein.

Die Rebe bedarf einer intensiven Pflege. Namentlich eine gute Laubarbeit ist erforderlich, um genügend Licht in den Rebstock zu bringen. Nur eine gute Belichtung aller Blätter gibt der Traube Zucker und dem Wein Kraft. Jedoch nicht nur ich als Winzer präge die Qualität dieses Weins sondern auch der Kellermeister. Wie kaum eine andere Sorte gewinnt der Blauburgunder seine Eigenart durch die Landschaft und die Arbeit des Menschen.

   
Der Räuschling

Der Räuschling ist eine sehr alte Traubensorte. Es sind weltweit nur noch ca. 25 ha angepflanzt und davon 17ha im Kanton Zürich. Daraus ist ersichtlich, dass der Räuschling eine ware schweizer Rarität ist, welche sich durch eine dezente Frucht und elegante Säure auszeichnet. Wir sind überaus stolz in unserem Rebberg vom Räuschling noch 12 Aaren zu besitzen. Wir geniessen gerne ein Glas Räuschling in heissen Sommertagen mit einem spritzer Zitrone und Mineralwasser, welches erfrischt und wunderbar schmeckt.

   
Rebarbeiten

Auch die modernste Kellertechnik kann die Sorgfalt des Winzers im Rebberg nicht wettmachen.

Bei der ganzen Computer- und High-Tech-Anwendung in dem heutigen Kellereien darf der Rebberg nicht vergessen werden. Die Grundlage jeden guten Weines ist die Qualität der Trauben. Auch mit der modernsten Kellertechnik gelingt es nicht, aus mittelmässiger Traubenqualität einen richtig guten Wein zu keltern. Das Qualitätsmanagement beginnt nicht vor der Kellertüre, sondern zum allergrössten Teil im Rebberg.

Rebenschneiden anfangs Jahr:

karlBereits beim winterlichen Rebschnitt werden die Weichen für die Qualität gestellt.
Eine weitere wichtige Massnahme ist das sorgfältige Erlesen der Reben Mitte Mai. Bei dieser aufwendigen Handarbeit werden alle Doppeltriebe und überzähligen Schosse von Hand ausgebrochen, um die Rebe ins Gleichgewicht zu bringen. Pro Quadratmeter werden für die Qualitätsproduktion sechs bis sieben Triebe angestrebt, die dann je ein bis zwei Trauben zur vollen Reife bringen werden. Ein weiterer Schritt ist das Einschlaufen der Rebtriebe zwischen die Drähte der Unterstützungsanlagen im Rebberg. Mit dieser Massnahme wird eine möglichst grosse Laubwand sowie eine gute Besonnung der Blätter angestrebt, um die Assimilation der Rebe zu optimieren.
Nach der Traubenblüte ungefähr Mitte Juni müssen die Geiztriebe rund um die jungen Trauben entfernt werden, um eine gute Durchlüftung der Traubenzone zu erreichen.
Bei den meisten roten Gewächsen ist die Besonnung der Trauben erwünscht, also entfernt man auch noch einige Blätter, weil das Sonnenlicht die Bildung des Rotweinfarbstoffes stark fördert. Weiter wird durch das gezielte Auslauben der Traubenzone das Abtrocknen der Trauben nach Regenfällen beschleunigt, was das Auftreten der Traubenfäulnis stark verringert.
Die wichtigste Massnahme für die Traubenqualität ist die Feinregulierung des Trauben-ertrages Ende Juli bis Mitte August. Ein Teil der noch grünen Trauben wird auf den Boden geschnitten, um den verbleibenden Früchten eine optimale Reife zu gewährleisten.
Nun zur Weinlese.
Ein sehr wichtiger Faktor für eine gute Weinqualität ist die sorgfältige Weinlese von Hand ab Ende September bis Mitte Oktober.

Eine Herausforderung an Sie, an einem dieser Arbeitsgänge einige Stunden mitzuhelfen und die Natur zu geniessen?

Wir begrüssen gerne jede helfende Hand und instruieren Sie/Dich in diese vielseitigen Arbeitsschritte. Dazu erfahren Sie von uns allerlei Geschichten zur Rebe, zur Rebarbeit und zu den verschiedenen Weinen.